Vorträge

 

  • Grundlagen der Wahrnehmung für die Bildende Kunst
    Dabei handelt es sich in der Tat um Grundlagen – ausgehend von der Physiologie des Auges stelle ich die erstaunlichen Fähigkeiten des Wahrnehmungsapparates vor. Dabei kommt es immer wieder zu Rückbezügen auf Werke aus der Kunstgeschichte. Es zeigt sich, dass Künstler – obwohl es ihnen in den meisten Fällen sicher nicht bewusst gewesen ist – tatsächlich ‚Wahrnehmungsexperten’ sind.
  • Der Engel kommt (meistens) von links
    Dieser Vortrag ist in gewisser Hinsicht eine Erweiterung des ersten – untersucht wird das doch im wahrsten Sinne ‚merkwürdige’ Phänomen, dass in Verkündigungsdarstellungen der Engel tatsächlich in etwa 90% aller Fälle von der linken Seite kommt. Die Fragestellung ist dabei natürlich, wie es zu einer solchen Übereinstimmung zwischen Künstlern aus den verschiedensten Jahrhunderten kommt.
  • Himmelsvorstellungen und Himmelsdarstellungen
    Ausgehend von Darstellungen des Himmels auf Kunstwerken in unterschiedlichen Epochen werden die dahinterstehenden Raum- bzw. Himmelsvorstellungen erläutert. Ist die mittelalterliche Malerei ganz auf die antike Raumvorstellung bezogen, so setzt in der Renaissance ein Wandel ein. In den modernen Kosmologien gibt es erstaunlicher Weise wieder Parallelen zu den antiken Ideen.
  • Der Mythos und seine Bedeutung für den heutigen Menschen
    In dem Vortrag werden verschiedene mythische Figuren und ihre bildnerische Umsetzung vorgestellt. Anhand der Figur des ‚Chronos’ stelle ich eine schon aus der Antike bzw. dem Mittelalter stammende Untersuchungsmethode vor, die dazu verhelfen kann, auch andere mythische Figuren für uns heute wirksam werden zu lassen.
  • Neben diesen eher allgemeinen Vorträgen gibt’s auch einige zu genuin kunstgeschichtlichen Fragestellungen.
  • 5. Nachbilder als Thema der Kunst
    In dem Vortrag geht es um ein Phänomen, das die Künstler und die Kunst praktisch von Anfang an beschäftigte. Künstler haben schon immer geschaut, was andere Künstler machen – und sie haben sich an ihnen orientiert. Das war einstmals nicht nur legitim – man kann sagen, dass es im allgemeinen gerade gefordert war. Erst seitdem ‚Originalität’ der entscheidende Wert geworden ist, der Künstler auszeichnet, ist das Kopieren, das ‚Nacharbeiten’ verpönt. Dennoch gibt es gerade in der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst zahlreiche Beispiele für ‚Nachbilder’.
  • Senesische Malerei
    Die senesische Kunst ist völlig anders geartet als die florentinische. Siena ist die Stadt der Gotik, während Florenz seine Blütezeit in der Frührenaissance erlebte. Für Siena sind es Namen wie Duccio, Simone Martini, Ambrogio und Pietro Lorenzetti, die im 14. Jahrhundert herausragend waren. Der Extraweg der Senesen wurde in der Kunstgeschichte nicht weiter verfolgt, Florenz hat in der allgemeinen Auffassung die Oberhand behalten, sodass die kunstgeschichtliche Bedeutung der Stadt nicht den ihr zustehenden Rang erhalten hat.
  • 7 Piero della Francesca
    Piero ist für mich der herausragende Künstler der Frührenaissance. Er war nicht nur Maler – er war auch ein bedeutender Mathematiker. So hat er unter anderem
    auch drei Bücher geschrieben, in denen er sich mit Perspektive, dem, was wir heute als ‚Dreisatz’ bezeichnen und den fünf regelmäßigen Körpern beschäftigte. In dem Vortrag werde ich u.a. genauer auf die unterschiedlichen ikonografischen Deutungen zur ‚Geißelung’ eingehen. Für das berühmte ‚Diptychon’ des Herzogs von Montefeltro und seiner Frau Battista Sforza habe ich einen bisher nicht bekannten Deutungsansatz gefunden.
  • Michelangelo in Rom
    Michelangelo ist nach ersten Erfolgen in Florenz nach Rom gegangen. Die große Tragödie seines künstlerischen Lebens war sicher das ‚Juliusdenkmal’, an dem er insgesamt 40 Jahre gearbeitet hat, und das dann doch nur in verstümmelter Form fertiggestellt werden konnte. Obwohl er sich zeitlebens immer nur als Bildhauer gesehen hat, ist ihm mit der Ausmalung der Sixtinischen Kapelle auch in der Malerei Herausragendes gelungen.
  • Tizian
    Während Leonardo, Michelangelo und Raffael aus Mittelitalien stammen, ist Tizian der Vertreter einer ganz anderen Schule – der venezianischen. Schon Vasari hat die beiden Richtungen als ganz unterschiedlich charakterisiert. Nach ihm ist die Grundlage der toskanischen Malerei die Zeichnung, während in der venezianischen Kunst die Farbe vorherrsche.
    Am Beispiel der ‚Assunta’ aus der Frari Kirche und seinem letzten Werk der ‚Pietà’ stelle ich seine eminente Bedeutung in seiner Zeit heraus.
  • Caravaggio – die Geburt des Barock
    Caravaggio ist den meisten von uns heute vorwiegend durch seinen sehr exzessiven Lebenswandel bekannt. Er war aber auch ein großartiger Maler, der in die Kunst ganz neue Aspekte eingebracht hat. Seine Art zu malen hat nachfolgende Generationen bis hin zu Rembrandt beeinflusst.
  • Antonio Canova: Canova ist der bedeutendste Bildhauer des Klassizismus in Italien. Zu seiner Zeit war er hoch geschätzt, er galt sogar als größter Bildhauer nach Michelangelo ….. die Kunsthistoriker des zwanzigsten Jahrhunderts konnten dagegen im allgemeinen nichts mit ihm anfangen. Es ist Zeit, ihn neu zu bewerten – es lohnt sich in der Tat.
  • Heinrich Kümmel
    Heinrich Kümmel ist ein hannoverscher Künstler, der von 1810 bis 1855 gelebt hat. Von 1833 an hat er bis zu seinem frühen Tod in Rom gelebt und gearbeitet. Obwohl er zu seiner Zeit ein sehr bedeutender Künstler war – er wurde unter anderem sehr von August Kestner protegiert – ist er heute nicht mehr so bekannt, wie er es verdient hätte.
  • Johann Friedrich Ziesenis – Ziesenis ist ein hannoverscher Barockbildhauer. Bevor ich mich mit diesem Künstler befasst habe, wusste ich gar nicht, dass es in Hannover einen doch recht bedeutenden Bildhauer in dieser Zeit gegeben hat. Dabei sind einige Arbeiten von ihm sehr qualitätvoll – es lohnt sich unbedingt, diesen Künstler für die Kunst wiederzuentdecken.
  • Die Vorträge mit Beamer dauern etwa 60 – 90 Minuten.